was gibt's Neues ?

Steinbackofen

20.06.2013

So, da sind wir wieder. Nachdem die Operation Räucherofen ein voller Erfolg wurde, brachen wir auf zu neuen Ufern. Wir backen unser Brot, die Brötchen etc. selbst, bisher immer im Elektrobackofen, das wurde nun auf die Dauer doch etwas mühsam. Zumal wir ab und zu für Freunde und Bekannte mitbacken. Oft war der Backofen mehr als 8 Stunden in Betrieb, und man musste ihn ständig im Auge haben, da er etwas ´´ ungleichmässig ´´ backt.
So begannen wir das Projekt ´Steinbackofen ´ zu planen. Als erstes musste ein geeigneter Platz gefunden werden, nicht zu weit vom Haus, nicht mitten im Gelände und er sollte sich ja auch in das Gesamtbild einfügen. Nach einigem Hin und Her haben wir uns für eine Stelle im rückwertigen Bereich des Geländes entschieden, etwa 10 m vom Wohnhaus entfernt. So werden wir nicht vom Rauch oder fliegender Asche belästigt und es ist nahe genug, um mit den Rohlingen von der Küche aus den Backofen schnell zu erreichen.
Dann haben wir Erkundigungen eingezogen bezüglich der Kosten für die Überdachung, die Backsteine ( ähnlich Schamott ) und anderem Baumaterial.
Die Kosten für den Tinglado, eine Überdachung aus Wellblech, waren enorm, ups. Freunde verwiesen uns dann an einen lieben Bekannten hier ganz in unserer Nähe, von dem wir nicht wussten dass er sowas anfertigt. Wir wurden uns schnell handelseinig, der gute Mann baute uns den Tinglado innerhalb eines Vormittags auf, zu einem sehr fairen Preis und sehr guter Arbeit. Vielen Dank dafür.
Dank seiner Maurererfahrung beim Räucherofen machte sich Georg auch gleich daran, zwei Schutzmauern an den Wetterseiten zu errichten. Daran war dann auch noch mein Papa maßgeblich beteiligt, siehe Foto in vorherigem Bericht.
Anfang Dezember 2012 wurde der Sockel errichtet, in bequemer Arbeitshöhe natürlich, und wir wollten beim nächsten Asuncion Besuch eine Placa Holzplatte kaufen. Die sind recht dünn und lassen sich bis zu einem gewissen Grad biegen.
Vorher besuchten wir aber Freunde in Acahay und, es ist wirklich nicht zu glauben, vor uns fuhr ein Lastwagen beladen mit eben diesen Placa Platten. Georg sagte noch, davon bräuchte ich gerade eine. Noch unglaublicher ist es, dass der Fahrtwind eine Holzplatte vom Laster heruntergeweht hat, sozusagen direkt vor unser Auto. Wir hielten an und warteten dass der Laster zurückkommen würde um das verlorene Stück wieder einzusammeln. Dem war allerdings nicht so. Ein Mopedfahrer der ein Stück hinter uns fuhr, hatte sich schon zu uns gesellt und beäugte die Holzplatte sehr interessiert. Also haben wir diese kurzerhand einmal gefaltet, von hinten ganz vorsichtig ins Auto geschoben und mit dieser Holzplatte auf unseren Köpfen den restlichen Weg fortgesetzt. War sehr unbequem, aber, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Die Schablone für die Rundung des Backofens war nun schnell zusammengeschraubt, wir begannen die Backsteine mit einer Mischung aus roter Erde, Honig und ein ganz klein wenig Zement zu vermauern. Nachdem alles richtig ausgetrocknet war, wurden die Fugen noch schön ausgefüllt, wieder trocknen und dann konnten wir den Ofen das erste Mal anfeuern. Nur ganz wenig, damit nicht sofort alle Fugen rissen.
Einen Holzschieber, den Schießer, fertigte uns der ortsansässige Schreiner an.
Als Abschluss noch das Thermometer eingesteckt, FERTIG.
Langer Rede, kurzer Sinn, seit Februar 2013 ist der Steinbackofen voll in Betrieb und hat uns schon sehr schöne und schmackhafte Erzeugnisse geliefert. Nicht nur bei Backwaren, auch eine herrliche Schweinekeule ist ihm entsprungen und mit der Resthitze lassen sich sehr gut Früchte trocknen.
Alles in allem, ein voller Erfolg.

Steinbackofen, Eigenbau


mit Inhalt


das Ergebnis


lecker Schweinekeule

 
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